Pädagogisches Konzept

Ziele und Schwerpunkte meiner pädagogischen Arbeit

Wesentliche Ziele meiner Arbeit sind Selbstwirksamkeit, Selbstständigkeit, soziales Miteinander, Partizipation und alltagsintegrierte Sprachbildung. Um diese Ziele verfolgen zu können, benötige ich eine sichere, stabile und vertrauensvolle Beziehung zu jedem einzelnen Kind und seinen engsten Bezugspersonen, in der Regel sind das die Eltern. Für diesen Beziehungsaufbau nehme ich mir im Rahmen der Eingewöhnung sehr viel Zeit.
Ich beobachte die Kinder im Alltag und biete ihnen Anreize, Herausforderungen und spezifische Angebote, um ihre individuelle Entwicklung zu unterstützen, sowie ihre Interessen und Bedürfnisse aufzugreifen und somit ihren ganz persönlichen Weg zu unterstützen und zu begleiten. Ich dokumentiere die Entwicklung jedes Kindes in einem Portfolio-Ordner und tausche mich regelmäßig mit den Eltern darüber aus. Das Portfolio enthält zudem z.B. Kunstwerke des Kindes, Fotos vom Gruppenalltag oder von Festen. Das Kind und die Eltern haben jederzeit Einblick in das Portfolio. Natürlich darf das Kind zum Abschied der Kindertagespflegezeit das Portfolio mit nach Hause nehmen.


Selbstständigkeit, Selbstwirksamkeit und soziale Kontakte

Selbstwirksamkeit und soziale Kontakte entwickeln sich z.B. im Morgenkreis, beim gemeinsamen Essen und ganz besonders beim Freispiel. Die Bedeutung des Freispiels möchte ich hier genauer erläutern. Im Freispiel lernen die Kinder täglich aufs Neue ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und mitzuteilen, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ihre Fähigkeiten zu erkennen und auszuprobieren und hin und wieder auch an Grenzen zu stoßen. Dadurch lernen sie, Hilfe anzunehmen und anderen zu helfen. Sie lernen eigenverantwortlich zu handeln. Des Weiteren lernen sie, dass es Regeln und Grenzen gibt, an die sich jeder halten muss. Darüber hinaus spielen Kinder Erlebnisse jeglicher Art nach und verarbeiten diese im Spiel. Zudem lernen Kinder neue Dinge im Freispiel in ihrem eigenen Tempo. Sie können ihren Interessen nachgehen und diese ausleben. Somit spielt das Freispiel für mich in der Kindertagespflege eine zentrale Rolle. Um die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern, ermögliche ich es den Kindern viel selbst zu tun, z.B. sich anziehen, Hände waschen, Tisch decken, beim Kochen mithelfen, selbst das Essen zu schöpfen oder Spielsachen aufzuräumen.

Ich lege großen Wert auf gemeinsame Erlebnisse, wie z.B. gemeinsames Anschauen von Bilderbüchern, gestalten von Gemeinschaftsbildern, Gruppenspiele, gemeinsames Kochen und Essen, den Morgenkreis und gemeinsame Feste feiern. Die Kinder erfahren dadurch ein „Wir“ Gefühl, eine Gruppenzugehörigkeit.

Partizipation der Kinder

Kinder haben ein Recht auf Partizipation. Das bedeutet den Kindern in Alltagssituationen und in Spielsituationen, weitgehend der jeweiligen Entwicklung entsprechend, angemessene Mitgestaltung zu ermöglichen. Die Kinder haben bei mir stets die Möglichkeit, Wünsche und Kritik zu äußern. Die Kinder haben ein Recht auf Information, sowie Mitsprache in allen Angelegenheiten, welche die Kinder persönlich betreffen. Z.B. die Kinder entscheiden selbst, was und wieviel sie essen möchten. Die Kinder haben sowohl ein Recht auf einen geregelten und strukturierten Tagesablauf, mit wiederholten Abläufen, als auch auf Veränderung. Z.B. die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit zu schlafen oder sich auszuruhen, wenn sie müde sind.

Alltagsintegrierte Sprachbildung

Die Alltagsintegrierte Sprachbildung ist nachweislich die wirksamste Methode Kinder in ihrer Sprachbildung zu unterstützen.  Als ausgebildete Fachkraft für sprachliche Förderung und Bildung  mit dem Zusatz des Heidelberger Interaktionstraining, liegt mir die Alltagsintegrierte Sprachbildung besonders an Herzen und ist ein bedeutender Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit. 

Unter der Rubrik Bildungsbereiche ➡️ Sprachbildung, erläutere ich die Umsetzung der alltagsintegrierten Sprachbildung ausführlich.